Modeschmuck


Sich zu schmücken war schon immer ein Bedürfnis der Menschen. Nicht ohne Grund haben Archäologen als Grabbeigaben in allen Epochen Schmuck gefunden. Allerdings war Schmuck auch schon immer teuer. Wenn Schmuck aus edlen Materialien und von Hand hergestellt wird, hat er einfach seinen Preis.

Lange Zeit war Schmuck deshalb nur etwas für die reicheren Leute. Mit dem Aufkommen der Industrialisierung und der Entwicklung neuer Materialien wurde es möglich, Schmuck herzustellen, der günstiger als echter Schmuck war, ihm aber täuschend ähnlich sah. Der Modeschmuck wurde geboren.
 

Modeschmuck - Herstellung und Geschichte


Richtig in Schwung kam die Produktion von Modeschmuck, als gegen Ende des 19. Jahrhunderts die ersten Modezeitschriften erschienen. Die Zeitschriften bildeten vor allem Mode und Schmuck ab, wie sie an den Adelshöfen getragen wurden. Die Leserinnen aus dem Bürgertum nahm diese Anregungen gerne an und übernahmen Kleidung, Frisuren und Schmuck ihrer Vorbilder.

Interessanterweise war Schmuck aus Eisen, der mit Glas oder Jett, einem polierten Gagat, besetzt war, damals ein Statussymbol, das auch von adligen Damen gerne getragen wurde. Um die steigende Nachfrage nach diesen Schmuckstücken zu befriedigen, entstanden Manufakturen, die sich auf die Massenfertigung von Schmuck spezialisiert hatten.
 

Modeschmuck - Swarovski und Chanel



Damit der Schmuck optisch wie Gold aussah, wurde sehr häufig Messing als Material verwendet. Auch Kupfer kam ebenfalls oft zum Einsatz. Neben Glas wurde häufig Granat als Schmuckstein verwendet, außerdem wurden Verfahren entwickelt, um Perlen täuschend echt imitieren zu können. In dieser Zeit wurden auch die heute weltbekannten Swarovski-Kristalle entwickelt.

Prägend für die Entwicklung des Modeschmucks war das Modehaus Chanel. Seine Gründerin Coco Chanel benutzte Modeschmuck, um ihren Entwürfen den optimalen letzten Schliff zu geben. Dabei sollte der Schmuck nicht mehr echt aussehen, sondern durfte seine ganze Formenvielfalt zur Schau stellen.

Für modebewusste Kundinnen war es ab diesem Zeitpunkt kein Tabu mehr, Modeschmuck zu tragen. Ganz im Gegenteil: Schmuckstücke von Coco Chanel oder Elsa Schiaparelli wurden gerne gezeigt und auch zur großen Abendrobe getragen. Diese Schmuckstücke werden heute zu Höchstpreisen gehandelt.

Neben solch hochwertigem Schmuck gibt es heute Modeschmuck für jeden Geldbeutel und jede Gelegenheit. Dabei sind der Fantasie des Designs keine Grenzen gesetzt. Es lohnt sich auch, auf dem Flohmarkt zu stöbern, mit ein bisschen Glück findet man interessante Stücke mit Geschichte.