Was ist eigentlich Rotgold?

Rotgold ist im Aufwind, man denke nur an die beliebten rotgoldenen Armbanduhren, Smartphones, Tablets und sogar Autos. Es ist eine raffinierte Farbe, die einfach ungewöhnlich, exzentrisch und persönlich ist. Ideal für alle, die es unorthodox mögen. Aber was genau ist Rotgold, und warum ist es bei Männern und Frauen so beliebt?
Reines Gold ist ein Metall, das immer einen gelben Farbton hat und zu weich ist, um intensiv für Schmuck verwendet zu werden. Ringe aus reinem Gold (24 Karat) würden im Handumdrehen zerkratzen und verbeulen. Deshalb wird Gold mit anderen Metallen verschmolzen, um ein robusteres, haltbareres Ergebnis zu erzielen.


Rotgold ist also, ähnlich wie Gelbgold und Weißgold, eine Legierung aus dem reinen Goldelement, dem noch einige andere Metalle beigemischt werden, vor allem Silber und Kupfer, die dem Rotgold seine schöne rosa/perlmuttartige Farbe verleihen. Das Verhältnis von Gold, Kupfer und Silber bestimmt letztlich die Farbe des Schmucks. So besteht z. B. ein tiefrotgoldenes 18 Karat (ct) Schmuckstück aus 75 % Gold und 25 % Kupfer, während ein rosigeres Schmuckstück z. B. aus 75 % Gold, 20 % Kupfer und 5 % Silber besteht. Jeder Goldschmied hat seine eigene Mischung, an die er sich hält.

Welche Geschichte steckt hinter Rotgold?



Die “Entdeckung” des Rotgoldes wird Peter Carl Fabergé zugeschrieben, dem Goldschmied und Hofjuwelier der letzten russischen Zaren. Er soll der erste gewesen sein, der Gold und Kupfer vermischte. Seine bekanntesten Kreationen sind die so genannten Fabergé-Eier: höchst wertvolle Eier aus Gold, Platin und Edelsteinen, die die Zaren zu Ostern verschenkten. Es gibt noch 42 Eier, die Millionen wert sind. In einige von ihnen ist Rotgold eingearbeitet.

Der Rotgold-Trend ist nicht neu. Seine gedämpfte, romantische Ausstrahlung machte das Edelmetall im viktorianischen England, aber auch in den Roaring Twenties äußerst beliebt. Aktuell liegt es bei den Millennials voll im Trend, denn der Charme und die Wärme von Rotgold werden als Gegenbewegung zum Minimalismus der Jahrhundertwende wahrgenommen. Es verkörpert Optimismus, Kreativität und Individualität.

Zu wem passt Rotgold?

Die gute Nachricht ist, dass Rotgold wirklich jedem gut steht. Während Gelbgold meist für Menschen mit einem warmen, gelben Hautton empfohlen wird und Weißgold einen kühleren, rosafarbenen Unterton betont, passt Rotgold zu beidem. Kein Wunder, denn die Farbe Rotgold, die in Richtung silbrig-rosa tendiert, vereint eine warme und kalte Ausstrahlung.

Rotgold-Ohrringe mit Diamanten sind häufig das Lieblingsaccessoire von Frauen mit rotem Haar. Eigentlich können sie jedoch Frauen mit den meisten Haut- und Haartypen tragen. Vor allem jetzt, wo rotgoldener Vintage-Schmuck so im Trend ist. Haben Sie eine Schwäche für retro? Rotgoldohrringe verleihen Ihnen einen verblüffenden Vintage-Look.


Rotgold ist auch perfekt für Menschen geeignet, die allergisch auf Nickel reagieren; das sind etwa 10 % der Bevölkerung.
Was ist also die beste Wahl? Alle Goldlegierungen sind in Preis und Beliebtheit vergleichbar, aber Rotgold steht an der Spitze, wenn es um die Haltbarkeit geht. Der größte Unterschied liegt in der Farbe. Und das ist natürlich eine rein subjektive Vorliebe. Während Gelbgold traditionell und zeitlos wirkt, ist Weißgold etwas moderner und Rotgold hat eine dezente, romantische und feminine Ausstrahlung. Rotgold ist eine bewusste Entscheidung.
Verschiedene stapelbare Ringe am Finger, auch in Rotgold.
Es spricht natürlich nichts dagegen, verschiedene Edelmetalle zu kombinieren, sogenannte Stapelringe sind schon lange beliebt und können Ihren individuellen Stil perfekt widerspiegeln.

Wie pflege ich meinen Rotgoldschmuck?


Bei richtiger Pflege verliert Rotgold seinen Glanz nicht. Das Kupfer in der Legierung trägt dazu bei, dass Rotgoldschmuck langlebig ist. Kupfer ist nämlich ein sehr robustes Metall. Das bedeutet, dass Rotgold relativ kratzfest ist und den einen oder anderen Schlag vertragen kann. Ein Nachpolieren kann von Zeit zu Zeit erforderlich sein, aber im Allgemeinen gilt Rotgold perfekt auf Schmuckträger zugeschnitten ist, die viel Sport machen und aktiv sind.

1