rhodiniert

Schmuck.de ist dein Online-Juwelier erklärt, warum Schmuck rhodiniert sein sollte. Edelmetalle erhalten durch die Rhodiumschicht eine unvergleichlich harte, glänzende Oberfläche und diese dient als Anlaufschutz für Silber oder Weißgold. Bei Schmuck.de bieten wir dir rhodinierte Ringe, Ohrringe, Halsketten, und Armbänder in Top-Qualität.

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WARUM SCHMUCK RHODINIERT SEIN SOLLTE

rhodinierter Weißgold Ring mit Diamanten

Was bedeutet „rhodinieren“ eigentlich?

Obwohl die Rhodium-Beschichtung häufig zur Veredelung von Edelmettall verwendet wird, wissen nicht viele Menschen, was es ist. Die Rhodinierung wird verwendet, um den Glanz und die Haltbarkeit von Metallen wie Silber und Weißgold zu verbessern und verleiht dem Schmuck eine glatte, glänzende Oberfläche. Besonders oft wird sie für Diamantringe verwendet, da es die Brillanz des Diamanten verstärkt. Bei rhodinierten Juwelen gibt jedoch auch einige Nachteile, wie z.B. der Zeit- und Kostenaufwand für die ständige Neubeschichtung im Laufe der Jahre.

Das Rhodinieren oder auch die Rhodinierung ist eine chemische oder galvanische Beschichtung mit dem Platinmetall Rhodium. Diese Überzüge aus Rhodium oder seltener aus Platin sind chemisch und mechanisch sehr robust. Sie sind relativ abriebfest und beständig gegen Korrosion. 

Das Element Rhodium

Das Element Rhodium

Was ist Rhodium?

Das 1803 von William Wollaston entdeckte Rhodium verleiht Edelmetallen eine unvergleichlich harte, glänzende Oberfläche und dient als Anlaufschutz für Silber.

Rhodium ist ein seltenes und kostbares Element, das 10 bis 25 Mal teurer sein kann als Gold. Rhodium reflektiert stark, läuft nicht an oder korrodiert. Es ist härter als Gold und hat eine hohe Lebensdauer.

Allerdings ist Rhodium ein sehr sprödes Metall und lässt sich nicht gut formen und verformen. Daher kann reines Rhodium nicht zu Kostbarkeiten mit Edelsteinen verarbeitet werden. Für sich allein genommen kann so es leicht brechen wie Glas. Aber wenn es zur Beschichtung von Preziosen verwendet wird, erhöht Rhodium die Haltbarkeit des Metalls.

Rhodium ist das teuerste Edelmetall der Platingruppe – es ist etwa drei Mal teurer als Platin. Die Rhodiumschicht hat einen hellen und bläulich-kalten Silberton sowie einen Chrom ähnlichen Glanz.

Rhodium ist ein silberweißes, stark glänzendes, beständiges, sehr hartes Metall, welches aufgrund dieser Eigenschaften einen hohen Oberflächenglanz aufweist. Die Wärmeleitfähigkeit, die elektrische Leitfähigkeit und das Reflexionsvermögen sind höher als bei den anderen Platinmetallen.

Warum soll ich meinen Schmuck rhodinieren?

Edelmetalle wie Silber sind generell sehr beständige und robuste Materialien, die wir gerne für unsere Lieblingsschmuckstücke verwenden. Trotzdem kann Silber „anlaufen“, es verfärbt sich dann schwarz. Denn obwohl Silber zum Beispiel nicht rosten kann, kann es trotzdem oxidieren. Denn Oxidation ist chemisch gesehen nicht auf die Reaktion mit Sauerstoff beschränkt, sie kann auch mit anderen chemischen Verbindungen erfolgen. Und so oxidiert Silber mit Schwefel, insbesondere mit Schwefelwasserstoff. Schwefel befindet sich überall in der Luft und so kann unser Silberschmuck dann schwarz anlaufen. Damit dies nicht passiert, wird Silber mit einem Überzug aus Rhodium überzogen und der Ring, Anhänger oder das Armband behalten ihren perfekten silbrigen Glanz.

Durch diesen Prozess werden Eigenschaften wie die Kratzfestigkeit, der Glanz und die Lichtreflexion von Edelmetallen erhöht, welches aus Weißgold, Palladium oder Silber besteht.

Einige Weißgoldlegierungen können ebenfalls anlaufen, andere tendieren zu einer „Vergelblichung“, auch hier wird mit einer Rhodinierung eine deutliche Verbesserung erzielt. Generell kann ein Schmuckstück auch rhodiniert werden um einen helleren Silberton zu erhalten.

Rhodinierter Silberschmuck mit Edelsteinen

Rhodinierter Anhänger, Ring und Ohrringe mit verschiedenen Edelsteinen

Damenuhr mit Saphiren

Damenuhr mit Saphiren

Auch Uhren werden rhodiniert, denn eine Anlaufschicht oder Patina könnte die Funktion des Uhrwerkes beeinträchtigen. Gerade bei diesen sensiblen Komponenten der Chronographen ist es wichtig, dass sie perfekt ineinander greifen. Dieses Verfahren ist in der Schmuckbranche weit verbreitet.

So wird aus diesem Grund das Uhrwerk mittels des Prozesses der Galvanisierung rhodiniert. Doch zuerst werden die Juweliere es entfetten und anschließend säubern.

Wie lange hält eine Rhodium-Beschichtung?

Es gilt die Faustregel: bei Ringen und Ketten hält die Rhodinierung ungefähr zwei Jahre, bei Ohrringen und Anhänger ungefähr fünf Jahre.

Generell kann man sagen, dass je dicker das Rhodium aufgebracht wird, desto länger das darunter befindliche Edelmetall vor der Oxidation geschützt ist. Allerdings gibt es auch hier Grenzen: ist die Schicht zu dick, wird sie brüchig. Diese Beschichtung nutzt sich mit dem Tragen des betreffenden ab, sie kann aber erneuert werden. Bei Echtschmuck müssen Edelsteine in der Regel dazu ausgefasst werden. Die Dauerhaftigkeit einer Schicht aus Rhodium steht ganz klar im Verhältnis zur Tragehäufigkeit und -dauer sowie der Art des Schmuckstücks. Ohrringe oder ein Anhänger sind nicht der gleichen mechanischen Beanspruchung eines Fingerrings ausgesetzt, hier wird die Rhodiumschicht schneller abgetragen.

Manchmal ist auch die Körperchemie des Trägers ein Faktor, der beeinflussen kann, wie schnell sich die Beschichtung abnutzt. Wenn das Grundmetall gelblich ist, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Farbe durchschlägt, bevor ein Jahr um ist.

Silberbesteck kann auch

Silberbesteck kann auch “anlaufen”

Wie hoch sind die Kosten für eine Rhodiumbeschichtung?

Der Prozess des Rhodinierens verläuft folgendermaßen: erst entfernt der Juwelier die alte Rhodiumschicht, dann poliert er das zu rhodinierende Stück und am Ende trägt er die neue Rhodinierung auf. Die Preis für das Rhodinieren schwankt zwischen 50 und 100 Euro.

Wie dick sollte die Rhodium-Beschichtung sein?

Die ideale Dicke für eine Rhodinierung beträgt 0,75 bis 1,0 Mikrometer. Obwohl dies extrem dünn klingt, ist es als dick genug für Ringe oder Armbänder, die starkem Verschleiß und Abrieb im Alltag ausgesetzt sind. Für  Ohrringe und Anhänger, die geschützter sind oder für Preziosen, die nicht häufig getragen werden, ist eine Dicke von 0,10 bis 0,50 gängig.

Wenn die Rhodiumbeschichtung zu dick ist, kann sie aufgrund der Sprödigkeit von Rhodium reißen. Ist die Rhodinierung hingegen zu dünn, kann es zu unschönen Verfärbungen des Edelmetalls kommen. Juweliere müssen darauf achten, dass sie die Beschichtung mit der idealen Dicke vornehmen.

Sollte ich Sterlingsilber rhodinieren?

Sterlingsilber muss nicht rhodiniert werden, um seine Farbe zu erhalten. Allerdings neigt es dazu, mit der Zeit anzulaufen. Um dem vorzubeugen, sorgt eine Rhodiumschicht von Silberschmuck dafür, dass das Stück hochglänzend und lange anlauffrei bleibt. Mit der Zeit, wenn sich die Beschichtung abnutzt, kommt das Weiß des Silbers durch, ist aber nicht so auffällig wie bei Gold. Die freiliegenden Stellen können etwas anlaufen, aber das lässt sich leicht zu Hause mit einem Silberputztuch polieren. Auch bestimmte Lebensmittel wie zum Beispiel Fisch und Eier enthalten viele Schwefelwasserstoffverbindungen, weshalb Silberbesteck gerne anläuft, werden damit diese Speisen gegessen. Ungesund oder gar giftig ist dies nicht, aber das Silberbesteck sieht nicht mehr ganz so edel aus. Ein Silberbad oder ein Silberputztuch bringen es aber ganz einfach wieder zum Glänzen. Auch Silberbesteck kann übrigens rhodiniert werden, wenn man es nicht so oft putzen möchte.

Kann ich Schmuck aus Gelbgold rhodinieren lassen?

Ja, Gelbgold kann rhodiniert werden, um dessen Farbton in Weiß zu ändern. Beachten Sie jedoch, dass die gelbe Farbe durchschlägt, wenn die Beschichtung abgenutzt ist. Das Ergebnis ist ein Edelmetall, das verfärbt oder gelblich wirkt. Um dies zu vermeiden, muss das Stück aus Gelbgold möglicherweise häufiger nachrhodiniert werden.

Auch Rotgold, was aus Gold und Kupfer besteht, kann rhodiniert werden.

Ist rhodinierter Schmuck hypoallergen?

Ja, das ist es. Da die Rhodium-Beschichtung hypoallergen ist und Sie werden keine Hautreaktionen bekommen, wenn Sie rhodinierten Wertsachen wie Ringe, Armbänder oder Uhren tragen. Dies liegt daran, dass Rhodium keine Allergene wie Nickel enthält. Wenn Sie also allergieauslösende Wertstücke besitzen, die bei Ihnen Hautreaktionen hervorrufen, sollten sie darüber nachdenken, das betreffende Stück rhodinieren zu lassen.

Beachten Sie jedoch, dass, während Rhodium selbst keine Ausschläge verursacht, Weißgold oft Nickel in seinen Legierungen enthält. Wenn sich die Rhodiumbeschichtung abnutzt, kann es zu Nickelallergien kommen, da Ihre Haut mit dem ursprünglichen Metall des Schmucks in Kontakt kommt.

Eine Rhodinierung stellt keine dauerhafte Barriere dar, um nickelhaltige Legierungen zu “überdecken”. Nickel ist ein relativ häufiger Allergieauslöser und man sollte beim Kauf von Edelmetallen darauf achten, dass es nickelfrei ist.

Wie funktioniert der Prozess des Rhodinierens?

Rhodium wird mit Hilfe eines galvanischen Verfahrens aufgetragen. Damit ein das abgenutzte Lieblingsstück beschichtet werden kann, muss es zunächst gründlich gereinigt werden, um alle Verunreinigungen zu entfernen. Wenn sich Schmutz auf dem Schmuckstück befindet, wird die Beschichtung nicht halten.

Das Rhodium ist flüssig, ein Elektrolyt. In der elektrolytischen Flüssigkeit werden ein Minuspol (Kathode) und ein Pluspol (Anode) versenkt. Dabei ist der Minuspol (Kathode) das Objekt, welches die Beschichtung erhalten soll.

Destilliertes Wasser, Dampfreinigung und Elektroreinigung sind einige Möglichkeiten, wie das zu beschichtende Stück gereinigt wird, bevor es in die Rhodiumlösung getaucht wird. Mittels einer positiven elektrischen Ladung wird das Rhodium auf das Grundmetall aufgetragen.

Dabei ist Vorsicht geboten, denn bei zu hoher elektrischer Spannung färbt sich die Rhodium-Beschichtung schwarz. Der Vorgang dauert ca. eineinhalb Stunden.

Kann die Rhodiumbeschichtung Edelsteine beeinträchtigen?

Dies hängt vom jeweiligen Edelstein ab.  Einige weichere Edelsteine wie Peridot, Perlen, Opale, Topas, Türkis, Koralle und behandelte oder gefasste Rubine und Smaragde können während des Prozesses des Rhodinierens beschädigt werden. Diese und viele andere Edelsteine vertragen die schwefelhaltigen Säuren und die Hitze in den Lösungen zur Galvanisierung nicht und ihre Oberflächen können beschädigt werden, so dass sie fleckig werden. Diamanten werden durch den Rhodinierungsprozess nicht beeinträchtigt. 

Neben Diamanten sind auch andere harte Edelsteine wie Saphire und Rubine widerstandsfähig genug, um rhodiniert werden zu können. Sie müssen beim Beschichten der Preziose nicht entfernt werden und werden durch nicht beschädigt bei dem Beschichtungsvorgang.

Wie kann ich die Haltbarkeit der Rhodiumbeschichtung verlängern? 

Die Rhodinierung nutzt sich nach einer Weile ab, aber es gibt einige Maßnahmen, die Sie ergreifen können, damit sie so lange wie möglich hält.

Vermeiden Sie es, die Rhodiumbeschichtung an Ihrem Ring zu reiben. Ständiges Händewaschen zum Beispiel kann die Beschichtung schneller abnutzen.

Vermeiden Sie den Kontakt Ihres Schmucks mit scharfen Chemikalien und nehmen Sie ihn immer ab, wenn Sie mit Chemikalien zu tun haben, oder tragen Sie Gummihandschuhe, um Ihre Ringe zu schützen. Auch in stark gechlorten Schwimmbädern schwimmen kann das Chlor die Beschichtung beschädigen kann.

Auch Parfüms und Kosmetika können die Rhodiumbeschichtung angreifen. Vermeiden Sie den Kontakt mit diesen und wischen Sie eventuelle Rückstände ab, falls es doch zu einem Kontakt gekommen ist.

Woher weiß ich, ob mein Schmuck rhodiniert ist?

Alle Weißgoldringe werden bei der Schmuckherstellung rhodiniert, da dies nicht die natürliche Farbe der Kostbarkeit ist. Wie oben erwähnt, ist Weißgold in seiner ursprünglichen Form gelblich.