Zirkonia

Entscheidend bei der Auswahl von Schmuck mit Zirkonia ist der aktuelle Trend, der Kleidungsstil und Kombination mit aus Edelsteinen und dem Edelmetall. Die Auswahl auf Schmuck.de, deinem Online-Juwelier bietet alles, was Ihr Schmuckherz begehrt: Edle Zirkonia-Creolen, brillante Zirkonia-Anhänger oder glamouröse Armbänder aus Zirkonia. Doch wie wählen Sie den richtigen Schmuck mit Zirkonia aus? Und was unterscheidet Zirkon, Zirkonia und Diamant?

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Zirkon, Zirkonia oder doch ein Diamant? 

Gibt es einen Unterschied zwischen Zirkon und Zirkonia? Die frappante Ähnlichkeit der Namen wirft auf jeden Fall Fragen auf. Ist „Zirkonia“ nur eine Übersetzung  oder Varietät „Zirkon“ oder ist der Begriff „Zirkonia“ nicht die allgemeine Bezeichnung für alle nicht natürlichen Edelsteine?

Eins ist sicher: wenn es um Zirkonia und Zirkon geht, scheiden sich die Geister –  ein Grund, diesem Thema hier einmal ausführlicher nachzugehen.

Zirkon und Zirkonia sind sich auf den ersten Blick ähnlich, werden auf Grund der Namensähnlichkeit auch tatsächlich häufig verwechselt oder sogar für denselben Edelstein gehalten. Was ein kleines „a“ so ausmachen kann! Aber tatsächlich haben beide nur den ähnlich klingenden Namen gemeinsam: Zirkon ist ein natürlich entstandener Edelstein (sogar das älteste der Welt!) und besteht aus Zirkonium-Silikat. Zirkonia hingegen entsteht im Labor und ist ein Oxid (Zirkonuimoxid). Zirkonia  gilt seit der Entdeckung im Labor im Jahr 1973 als DIE Diamantimitation.

Ein Schmuckkoffer kann gar nicht groß genug sein

Zirkonia Ringe mit Zirkonia Halskette

Zirkonia – ein Versuch, Diamanten zu imitieren

Zirkoniumdioxid mit der chemischen Formel ZrO2, wurde bereits 1892 entdeckt, fand aber im Prinzip wenig Beachtung. Doch erst 1937 entdeckte man natürlichen Zirkonia-Vorkommen. Jedoch sind diese natürlich vorkommenden Zirkoniakristalle viel zu klein, um zu Edelsteinen geschliffen zu werden. Deswegen erhielt das Mineral auch keinen eigenen Namen.

Auf der Suche nach dem perfekten Diamantersatz wurden dann im Labor Zirkoniumoxid u.a. mit Calciumoxid gemischt. 1973 gelang es zwei sowjetischen Wissenschaftlern am Lebedew-Institut für Physik in der russischen Hauptstadt Moskau zum ersten Mal: Sie stellten die ersten Zirkoniakristalle her.

Sie wählten als Name für den Stein das Wort „Fianit“. Doch dieser Begriff konnte sich außerhalb der UdSSR nicht durchsetzen. 1976 konnte Zirkonia kommerziell hergestellt (unter dem Handelsnamen „Djevalit“).

Durch das Hinzufügen von Metalloxiden entsteht das Funkeln der künstlich hergestellten Zirkoniakristalle. In den achtziger Jahren wurde Zirkonia als Diamantersatz groß vermarktet und ziert seitdem Modeschmuck

Zirkon, das älteste Mineral der Welt

Als Schmuckstein ist das Mineral Zirkon mit der chemischen Formel (Zr[SiO4])  schon seit der Antike bekannt. Zirkon entstand vor bis zu 4,4 Milliarden Jahren und ist damit das älteste bekannte Mineral der Erde. Der hohe Brechungsindex des Zirkons verleiht diesem Edelstein seine optische Ähnlichkeit mit dem Diamanten. Der Brechungsindex misst die Brillanz eines Steins – der Diamant hat den höchsten Brechungsindex unter den transparenten Edelsteinen: Er schwankt zwischen 2,417 und 2,419. Zum Vergleich: Der Brechungsindex beim Zirkon liegt  zwischen 1,92-1,98. Zirkon besitzt eine starke Brillanz, ein wunderschönes Feuer und einen adamantinen Lüster. Diamantgleiche Eigenschaften und Vorkommen in verschiedenen Farben machen den Zirkon zu einem beachtenswerten und sehr beliebten Edelstein!

Ring aus Weißgold mit Zirkonia

Als Schmuckstein hat der Zirkon bereits mehrere Blütezeiten erlebt. Im Europa des 16. Jahrhunderts  wurde er häufig von italienischen Juwelieren verarbeitet, später fand er auch im Viktorianischen Schmuck Verwendung. Bis heute hat sich diese Liebe zum Zirkon gehalten. Die schönsten Zirkone werden in Kambodscha, Nigeria, Sri Lanka und Tansania abgebaut und sind eine „echte“ Alternative zum Diamanten.

Zirkon ist mehr als Diamant-Ersatz

Der Zirkon galt seit dem späten 18. Jahrhuindert als Diamantersatz. In  Ceylon, was seit 1972 Sri Lanka heißt, wurde er an der Südküste abgebaut. Der Ort heißt Matara und hat deswegen auch den ersten Zirkonen, die im Handel waren ihren Namen verliehen: Den “Matara-Diamant”. Auch der Name “Ceylon-Diamant” war zeitweise in Verwendung. Doch diese Bezeichnung wurde bald verworfen, da es rechtlich nicht vertretbar gewesen wäre, einen Edelstein als Diamant zu verkaufen, der chemisch aber eine andere Zusammensetzung aufweist.

Warum sieht der Zirkon dem Diamanten ähnlich?

Die optische Ähnlichkeit rührt aus dem hohen Brechnungsindex. Diese führt zur enormen Brillanz und dem Lüster, welcher dem Diamanten sehr nahe kommt. Dieser Lüster heißen unter Gemmologen adamantin oder subadamantin. Zudem weißt der Edelstein auch hohe Dispersion auf, welches das brechende Licht in seine Spektralfarben meint. Zirkone sind  sehr resistent. So halten sie vielen geologischen Einflüssen wie Verwitterung und Gesteinsmetamorphosen stand.

Heutzutrage hat sich die Reihenfolge der Steine, welche als Diamantersatz gewählt werden jedoch geändert. So kommt neben Zirkonia auch der Moissanit oder der Swarvoski-Kristall zum Einsatz.

Ist Zirkon in der Industrie nützlich?

Zirkon gilt das wichtigste Zirconium- und Hafniumerz. Der Formsand kann für feuerfeste Steine benutzt werden (zusammen mit Tonerde bzw. Korund) und kommt in Gießereien, in der Glasindustrie und als Schleifmittel zum Einsatz.

So wird aus dem Edelstein das sogenannte Zirconiumdioxid (ZrO2) hergestellt, welches dazu benutzt wird, Schmelztiegel zu produzieren. Dies ist möglich, da es einen hohen Schmelzpunkt von 2800 °C aufweist. Auch bei Dentalchirurgen findet es Anwendung, um Zahnkronen oder Zahnbrücken zu ermöglichen.

Ein anderer Anwendungsbereich ist die Atomindustrie, wo Zirkonglas radioaktive Abfälle wie Plutonium ummantelt. Diese so ummantelten Fässer sollen so über 2000 Jahre die radioaktive Strahlung in sich verschließen.  Auch wenn diese hohe Haltbarkeit mittlerweile widerlegt wurde durch den britischen Forscher Ian Farnan von der University of Cambridge: Nach seinen Erkenntnissen liegt die Haltbarkeit des Zirkons nur bei 210 Jahre.

Wie kann ich Zirkonia von Zirkon und Diamant unterscheiden?

Farbunterschiede

Natürliche farbige Diamanten sind in einigen Farbvarianten wie Pink oder Blau selten und sehr kostbar. Auch beim Zirkon gibt es verschiedenste Farbe, besonders beliebt sind der Weiße und auch der Blaue Zirkon. Beim künstlichen Zirkonia kann man durch Hinzufügen von färbenden Elementen im Grunde jede beliebige Farbe erzeugen und damit echte Edelsteine imitieren. Auch wenn ein geübtes Auge sicherlich Unterschiede ausmachen kann, so ist die Farbe als unterscheidendes Kriterium nicht so gut geeignet.

Ring mit Pinkfarbenem und Weißen Diamanten

Edler Ring mit auffälligem pinken Diamanten

Wertvoller Ring mit Pinkfarbenem und Weißen Diamanten

Härte

Das härteste Mineral der Welt ist und bleibt der Diamant. Der Zirkonia bringt es auf der Mohsschen Härteskala nur etwa auf 8, der Diamant auf 10 und der Zirkon auf 6,5 bis 7,5. Somit unterscheiden sich die drei zwar aufgrund ihrer Härte, beim Kauf ist es allerdings auch nur schwerlich überprüfbar.

Glanz

Der Glanz ist bei beiden Steinen ein anderer, feurig beim Diamanten und eher glasartig beim Zirkonia. Dies kann man zur Unterscheidung durchaus herangezogen werden. Der Anblick eines Zirkonias kann doch sehr enttäuschend sein, wenn man einen adamantinen Glanz eines Diamanten erwartet. Auch natürliche Zirkone haben einen schönen Glanz, eine hohe Brillanz und Feuer.

Goldring mit blauem Zirkon aus Ratanakiri in Kambodscha

Eleganter Goldring mit blauem Zirkon

Dichte

Auch anhand der relativen Dichte kann unterschieden werden, Diamanten und Zirkone sind leichter als Zirkonia. Eingefasst in ein Schmuckstück ist dies allerdings ebenfalls zu ermitteln.

Einschlüsse

Auch gern als “Echtheitszertifikat der Natur” bezeichnet, sind Einschlüsse bei echten Edelsteinen völlig normal. Um der Natur möglichst nahe zu kommen, werden Zirkonia-Kristalle sogar mit Einschlüssen produziert.

Schmuckstücke mit verschiedenen Diamant-Qualitäten von VVS bis Si

Armreif mit Diamanten, und Ringe aus Gelbgold und Weißgold mit Diamanten

Was unterscheidet Zirkonia von Swarovski Kristallen?

Swarowski stellt Kristallglasschmuck her, welche in Modeschmuck verwendet werden. Die Steine bestehen aus Spiegelglas. Die Dichte beträgt meist 2,8..2,9g/cm³, und sie weisen einen Brechungsindex von typisch 1,6..1,7 und eine Härte von 5 auf.

Zirkonia hingegen ist ein künstlich hergestellter Diamand mit einer Dichte von typisch 5,8g/cm³, einem Brechnungsindex von ca. 2,2 und einer Härte von 8,5. Zum Vergleich: DiamantBrechungsindex typ. 2,4, Härte 10.

Welcher Stein ist wertvoller – Zirkonia, Swarovski-Kristalle oder Zirkon?

Es ist selbst für Experten schwer möglich, wenn der Stein schon gefasst wurde. Doch es stellt selbst für erfahrene Gemmologen und Gutachter eine Herausforderung dar, den Stein von einem Diamanten zu unterscheiden, da er eine sehr hohe Härte aufweist. Bei diesem “Diamanten-Test” könnte er andere Edelsteine wie Smaragd, Opal oder Topas zerkratzen.

Der Unterschied zwischen einem Swarovski-Kristall und einem Zirkonia ist es auch für Laien mit dem bloßen Auge zu erkennen, wie sich der Lüster und das Funkeln deutlich unterscheiden. Es gilt: je geringer der Brechungsindex, desto geringer das Leuchten der Steine. Zudem könnte der Swarovksi-Stein auch von jedem anderen Edelstein zerkratzt werden, da er eine geringe Härte aufweist.

Viele Schmuckkenner wissen, dass die Herstellung eines Zirkonia sehr teuer und aufwendig ist und sehen den hohen Preis für den synthetische Stein gerechtfertigt.

Einige wagen sogar eine Reihenfolge, welche den Marktpreis entlang von teuer bis erschwinglich markiert: Diamant – Zirkon – Zirkonia – Swarovski-Steine.

Fazit

Es ist also nicht so ganz einfach “echt” von “künstlich erzeugt” zu unterscheiden. Daher ist es immer wichtig, echte Edelsteine nur mit Zertifikat und von vertrauenswürdigen Händlern zu erwerben, sonst kann die Enttäuschung groß sein, denn künstlich erzeugter Zirkonia kostet zudem nur einen Bruchteil eines gleichschweren Diamanten. Sehen Sie sich bei schmuck.de nach den passenden Schmuckstücken mit Zirkonia um.