Zirkonia oder Zirkon – Was ist der Unterschied?

Lohnt sich der Kauf von Zirkonia Schmuck? Wie wählen Sie den richtigen Schmuck mit Zirkonia aus? Und was unterscheidet Zirkon, Zirkonia von Diamant?

Zirkon, Zirkonia oder doch ein Diamant?

Die frappante Ähnlichkeit der Namen wirft auf jeden Fall Fragen auf. Ist „Zirkonia“ nur eine Übersetzung oder Varietät „Zirkon“ oder ist der Begriff „Zirkonia“ nicht die allgemeine Bezeichnung für alle nicht natürlichen Juwelen?

Eins ist sicher: wenn es um Zirkonia und Zirkon geht, scheiden sich die Geister – ein Grund, diesem Thema hier einmal ausführlicher nachzugehen.

Ist Zirkonia ein echter Edelstein?

Zirkoniasteine sind künstliche Mineralien und entstehen im Labor. So ist die chemische Formel für das monokline Kristallstruktur ZrO2. Zirkoniasteine sind Oxide (Zirconiumoxide), die seit ihrer Entdeckung im Labor im Jahr 1973 als DIE Diamantenimitation gelten.

Die Kristalle sind farblos und die verarbeitende Industrie nutzt Zirkoniumdioxid als Schleifmittel und wegen der weißen Farbe als Weißpigment für Porzellan.

Zirkonia oder Zirkon Schmuck

Zirkonia – ein Versuch, Diamanten zu imitieren

Zirkoniumdioxid mit der chemischen Formel ZrO2, wurde bereits 1892 entdeckt, fand aber im Prinzip wenig Beachtung. Doch erst 1937 entdeckte man echte Zirkonia-Vorkommen. Jedoch sind diese natürlich vorkommenden Zirkoniakristalle viel zu klein, um für Schmuck geschliffen zu werden und deswegen erhielt es auch keinen eigenen Namen.

Auf der Suche nach der perfekten Imitation eines Diamanten wurden dann im Labor Zirconiumoxid u.a. mit Calciumoxid gemischt. 1973 gelang es zwei sowjetischen Wissenschaftlern am Lebedew-Institut für Physik in der russischen Hauptstadt Moskau zum ersten Mal: Sie stellten die ersten Zirkoniakristalle her.

Zirkonia Edelstein

Zirkonia Edelstein (Foto: Cygig Pixabay )

So gelang es den Forschern aus ZirkoniumoxidEinkristallen, Calciumoxid und Yttriumoxid als Stabilisatoren und farbgebenden Metallen Kristalle zu züchten. Yttriumoxid stabilisiert Zirconium(IV)-oxid und wird auch in der Dentaltechnik eingesetzt. Mit großer Hitze von 2700 °C wurde alles im Hochofen miteinander verschmolzen und nach der Abkühlung entstand Zirkonia und in der Schmuckindustrie war ein neuer Edelstein geboren.

 

Was sind CZ Steine?

Die Forscher wählten als Name für ihr hergestelltes Mineral das Wort „Fianit“. Doch dieser Begriff konnte sich außerhalb der UdSSR nicht durchsetzen. 1976 konnte der Kunstkristall Zirkonia kommerziell hergestellt (unter dem Handelsnamen „Djevalit“). Im Englischen ist von Cubic zirconia die Rede, was auch oft einfach mit CZ abgekürzt wird. Früher war auch von den Namen Phinat (oder Fianit) die Rede (dies geht auf die Abkürzung des Lebedew-Instituts zurück: Physical Institute of the Academy of Sciences).

Durch das Hinzufügen von Metalloxiden entsteht das Leuchten der künstlich hergestellten Zirkoniakristalle. In den achtziger Jahren wurden Zirkoniasteine (Fianite) als Imiation für den Diamanten groß vermarktet und zieren seitdem Modeschmuck.

Was ist der Unterschied zwischen Zirkon und kubischem Zirkonia?

Zirkon und Zirkonia sind sich auf den ersten Blick ähnlich. Manchmal treten auf Grund der Namensähnlichkeit auch häufig Verwechslungen auf oder werden sogar für denselben Stein gehalten. Was ein kleines „a“ so ausmachen kann! Aber tatsächlich haben beide nur den ähnlich klingenden Namen gemeinsam: Zirkon ist ein natürlich entstandener Edelstein (sogar das älteste der Welt!) und besteht aus Zirconium-Silikat.

Das 1892 entdeckte gelbliche monokline Kristallgitter des Baddeleyit ist eine naturreine Form des Zirkoniumoxid. Das seltene Material Baddeleyit kommt aus der Mineralklasse der Oxide und Hydroxide mit einem Mengenverhältnis Metall zu Sauerstoff = 1:2, ist stabil und hochschmelzend. Baddeleyit ist ein wichtiger Rohstoff zur Gewinnung von Zirconium.

Gibt es einen Unterschied zwischen Zirkon und Zirkonia?

Als Schmuckstein ist der Zirkon mit der chemischen Formel (Zr[SiO4]) schon seit der Antike bekannt. Zirkon entstand vor bis zu 4,4 Milliarden Jahren und ist damit das älteste bekannte Mineral der Erde. Der hohe Brechungsindex des Zirkons verleiht diesem Edelstein seine optische Ähnlichkeit mit Brillanten. Dieser Index misst die Brillanz eines Steins – der Diamant hat den höchsten unter den transparenten Schmucksteinen: Er schwankt zwischen 2,417 und 2,419. Zum Vergleich: Der Brechungsindex beim Zirkon liegt zwischen 1,92-1,98. Zirkon besitzt eine starke Brillanz, ein wunderschönes Feuer und einen adamantinen Lüster. Diamantgleiche Eigenschaften, seiner Brillanz und Vorkommen in verschiedenen Farben machen den Zirkon zu einem beachtenswerten und sehr beliebten Stein für Schmuckstücke!

Ring aus Weißgold mit dem Kunstkristall Zirkonia

Als Schmuckstein hat der Zirkon bereits mehrere Blütezeiten erlebt. Im Europa des 16. Jahrhunderts wurde er häufig von italienischen Juwelieren verarbeitet, später fand er auch im Viktorianischen Schmuck Verwendung. Bis heute hat sich diese Liebe zum Zirkon gehalten. Die schönsten Zirkone werden in Kambodscha, Nigeria, Sri Lanka und Tansania abgebaut und sind für die Schmuckherstellung eine „echte“ Alternative zu dem härtesten Edelstein der Welt.

 

Ist der Zirkon mehr als Diamantersatz?

Der Zirkon galt seit dem späten 18. Jahrhundert als Alternative für Diamanten. In Ceylon, was seit 1972 Sri Lanka heißt, wurde er an der Südküste abgebaut. Der Ort heißt Matara und hat deswegen auch den ersten Zirkonen, die im Handel waren ihren Namen verliehen: Den “Matara-Diamant”. Auch der Name “Ceylon-Diamant” war zeitweise in Verwendung. Doch diese Bezeichnung wurde bald verworfen, da es rechtlich nicht vertretbar gewesen wäre, einen Stein als Brillant zu verkaufen, der chemisch aber eine andere Zusammensetzung aufweist.

Zirkonia oder Brillant – welcher Stein soll in meinen Verlobungsring?

Verlobungsring aus Weißgold mit SI Brillant

Verlobungsring aus Weißgold mit SI Brillant

Durch den Diamantschliff funkelt der Zirkonia in hellen gebündelten Strahlen. Geschliffen mit mathematischer Präzision brillieren die einzelnen Facetten, um das Feuer und die Brillanz im Verlobungsring zu erwecken. Als Diamantimitation eignet sich dieser Stein also perfekt. Bevor die zukünftige Braut den Verlobungsring mit den günstigen Zirkoniasteinen an den Ringfinger gesteckt bekommt, sollte der Bräutigam in spe sich beraten lassen. Das “unnatürliche” Feuer, welches von einem Zirkoniastein ausgeht, kann leicht auch von Menschen wahrgenommen werden, die keine Schmuckexperten sind. So kann es nicht nur bei ihrer Auserwählten sondern auch in ihrem Umfeld schnell zur Enttäuschung kommen.

Zirkonia ist in einem Verlobungsring oder Ehering nicht gut aufgehoben – hier sollten Sie sich für echte Alternativen entscheiden wie Zirkon oder Brillant – schließlich verschenken sie diesen Ring ja im Idealfall auch nur einmal im Leben und sollten hier das Budget ruhig großzügiger gestalten.

Der Schliff ist dabei entscheidender als der Schmuckstein selbst, vor allem wenn es sich um einen Solitär handelt. Ein Verlobungsring oder Ehering mit Brillanten ist unvergleichlich schön und hinterlässt bei den Betrachtern einen bleibenden Eindruck. Denn ein optimaler Brillantschliff bringt das Schimmern dieses Edelsteins perfekt zur Geltung, weil das Licht auf perfekte Weise zurückgeworfen wird und in die Regenbogenfarben zerlegt wird. Dadurch entsteht ein faszinierendes Farbspiel.

Brillantschliff für Diamanten ist oft der Schliff der Wahl für den Verlobungsring

Die Entwicklung des runden Brillantschliffs hat dazu geführt, dass sich die Diamanten aus den verschiedenen Perioden in ihrem Erscheinungsbild unterscheiden. In den 1750er Jahren hatte der Brillantschliff viele verschiedene Variationen in der Größe und seinen Proportionen, wie z.B. Kronenhöhe, Tafelgröße, Kalottengröße, Tiefe und die Länge der Facetten auf der unteren Hälfte des Edelsteins.

Brillantgeschliffene Diamanten sollten eine perfekte Symmetrie aufweisen, auch wenn dies nicht immer der Fall ist. Einige der beliebtesten Diamanten auf dem heutigen Markt sind die rund Geschliffenen.

Welchen Zirkoniaschmuck soll ich kaufen?

Diamant oder Zirkonia Schmuck? Entscheiden Sie am besten nach ihren Alltagsbedürfnissen (Foto: Gracini Studios auf Pixabay )

Da der Schmuck nicht kratzbeständig ist, sollte Zirkonia nicht in Ringen oder Armbändern gekauft werden – es sei denn, die Stücke werden nur sehr selten getragen.

Äußerst beliebt und auch preisgünstig sind Zirkonia Ohrringe, denn diese halten dem Alltag stand, da sie nicht wie Ringe an der Hand Kratzern und Stößen ausgesetzt sind. Zirkoniaschmuck ist oft als Modeschmuck zu haben und orientiert sich oft nach Trends und hat deswegen auch ein sehr kurzes Verfallsdatum. Die Schmuckindustrie bietet ihnen hier atemberaubende Designs. Doch auch bei der Haltbarkeit und Reparierfähigkeit von Modeschmuck sieht es schlecht aus. Deshalb ist es empfehlenswert sich für Steine zu entscheiden, die im Zweifelsfalle durch einen Evergreen wie einen Brillant ausgetauscht werden können. Denken Sie daran: Modeschmuck, auch wenn sie ihn sehr liebgewonnen haben, kann oft nicht repariert werden.

Was ist Zirkonia wert?

Ein Verlobungsring oder Ehering mit 1 Karat Zirkonia kostet ungefähr 10 Euro, 1 Karat Diamant im Vergleich ca. 4000 bis 6000 Euro, je nach Qualität des Brillanten.

Somit gilt Zirkonia als preisgünstige Option für Schmuckliebhaber, doch auch hier spielen die berühmten 4 Cs eine Rolle, welche die Zirkonia-Qualität bestimmen:

  • Farbe (Color)
  • der Schliff (Cut)
  • das Gewicht (Carat) sowie
  • die Reinheit der Steine (Clarity)

Was viele nicht wissen: Einschlüsse, Risse oder Gasbläschen werden künstlich in Zirkonia eingearbeitet, damit sie für ihre Käufer charakteristischer wirken.

Zirkonia-Steine sind nach Qualität sortiert und sind eingestuft in A, AAA und AAAAA, wobei Zirkonia AAAAA die höchste Stufe ist. AAA-Zirkonia sind bei Juwelieren am beliebtesten, weil sie immer noch eine gute Qualität zu erschwinglichen Preisen bieten. Die Preise reichen von 20 Euro aufwärts für schöne Juwelen der Güteklasse AAA für Zirkonia. Zirkonia der Güteklasse A sind solche mit niedrigster Qualität.

Lupenreine Steine gehören zur höchsten Güteklasse AAAAA und weisen die höchste Farbbrillanz auf. Dies spiegelt sich auch im Preis wieder und sie gehören zu den teuersten Zirkonia.

Oft findet sich Zirkonia in Schmuck aus Silber wieder, deshalb ist der Schmuck auch oft sehr erschwinglich. Im Vergleich dazu sind Edelsteine wie Saphire, Morganit, Diopsid, Turmalin, Zultanit oder Kunzit um ein vielfaches teurer.

Wie reinige ich Zirkonia Schmuck?

Zirkonia machen nicht alles mit, da sie Kratzer annehmen und auch mit der Zeit Verfärbungen nicht standhalten. Deswegen raten wir unseren Kundinnen immer, ihren Schmuck beim Baden oder Duschen abzulegen – vor allem beim Eincremen oder Schminken. Gerade Ketten werden oft vergessen abzunehmen. Achtung: Zirkonia können dadurch matt werden und ihr bezauberndes Strahlen verlieren!

Sollte der Stein trotzdem einmal Schmutz angenommen haben, dann können sie die Steine mit einem weichen Tuch und etwas Wasser reinigen. Verzichten Sie auf aggressive Reinigungsmittel, welche dem Stein schaden könnten.

Sobald Sie ihr Zirkonia-Lieblingsstück einmal ablegen, raten wir Ihnen, es lichtgeschützt in einem Schmuckkästchen aufzubewahren.

Warum sieht der Zirkon dem Diamanten ähnlich?

Die optische Ähnlichkeit rührt aus dem hohen Brechungsindex. Diese führt zu einem faszinierenden Leuchten durch den Lüster, welcher dem Diamanten sehr nahe kommt. Dieser Lüster heißen unter Gemmologen adamantin oder subadamantin. Zudem weißt das Juwel auch eine hohe Dispersion auf, welches das brechende Licht in seine Spektralfarben teilt. Zirkone sind sehr resistent. So halten sie vielen geologischen Einflüssen wie Verwitterung und Gesteinsmetamorphosen stand.

Heutzutage hat sich die Reihenfolge der Steine, welche als Diamantersatz gewählt werden jedoch geändert. So kommt neben Zirkonia auch der Moissanit oder der Swarovski-Kristall zum Einsatz.

Der französische Chemiker Henri Moissan hat den Schmuckstein im Labor hergestellt und leuchtet wie ein Diamant.

Der künstlich hergestellte Moissanit gilt auch als Diamantalternative und ist hält Temperaturen von bis zu 1100 Grad Celsius stand, das sind sogar 300 Grad mehr als sein echter Cousin der Diamant. Seine Mohshärte beträgt stolze 9,5, doch beim Preis gibt es einen signifikanten Unterschied: nur 350 Euro pro Karat müssen die Kunden für diese synthetische Diamantalternative auf den Tisch legen.

Ist Zirkon in der Industrie nützlich?

Zirkon gilt als das wichtigste Zirconium- und Hafniumerz. Der Formsand kann für feuerfeste Steine benutzt werden (zusammen mit Tonerde bzw. Korund) und kommt in Gießereien, in der Glasindustrie und als Schleifmittel zum Einsatz. Der Werkstoff Zirkonoxid kann höchsten Belastungen standhalten und kommt wegen seiner hoher Festigkeit und geringen Wärmeleitfähigkeit zum Einsatz.

So wird aus dem Material das sogenannte Zirkoniumdioxid (ZrO2) hergestellt, welches dazu benutzt wird, Schmelztiegel zu produzieren. Dies ist möglich, da es einen hohen Schmelzpunkt von 2800 °C aufweist. Auch bei Dentalchirurgen findet es Anwendung, um Zahnkronen oder Zahnbrücken herzustellen.

Ein anderer Anwendungsbereich ist die Atomindustrie, wo Zirkonglas radioaktive Abfälle wie Plutonium ummantelt. Diese so ummantelten Fässer sollen so über 2000 Jahre die radioaktive Strahlung in sich verschließen. Auch wenn diese hohe Haltbarkeit mittlerweile widerlegt wurde durch den britischen Forscher Ian Farnan von der University of Cambridge: Nach seinen Erkenntnissen liegt die Haltbarkeit des Zirkons nur bei 210 Jahre.

Wie kann ich Zirkonia von Zirkon und Diamant unterscheiden?

Vergleich Diamant Zirkon Zirkonia

Vergleich Diamant Zirkon Zirkonia zu Herkunft, Dichte, BG-Dispersion, Glanz, Pleochroismus und Lichtbrechung (Quelle: schmuck.de)

Farbunterschiede

Natürliche farbige Diamanten sind in einigen Farbvarianten wie Pink oder Blau selten und sehr kostbar. Auch beim Zirkon gibt es verschiedenste Farbe, besonders beliebt sind der Weiße und auch der Blaue Zirkon. Beim künstlichen Zirkonia kann man durch Hinzufügen von färbenden Elementen jede beliebige Farbe erzeugen und damit echte Juwelen imitieren. Auch wenn ein geübtes Auge sicherlich Unterschiede ausmachen kann, so ist die Farbe als unterscheidendes Kriterium nicht so gut geeignet.

Ring mit auffälligem pinken Diamant

Ring mit auffälligem pinken Diamant

Härte

Der härteste Edelstein der Welt ist und bleibt der Diamant. Der Zirkonia bringt es auf eine Mohshärte nur etwa auf 8, der Diamant auf 10 und der Zirkon auf 6,5 bis 7,5. Somit unterscheiden sich die drei zwar aufgrund ihrer Härte, beim Kauf ist es allerdings auch nur schwerlich überprüfbar.

Glanz

Der Glanz ist bei beiden Steinen ein anderer, feurig beim Diamanten und eher glasartig beim Zirkonia. Dies kann zur Unterscheidung durchaus herangezogen werden. Der Anblick eines Zirkonias kann doch sehr enttäuschend sein, wenn man einen adamantinen Glanz eines Diamanten erwartet. Auch natürliche Zirkone haben einen schöne Lichtbrechung und Feuer.

Ratanakiri Zirkon Ring

Ratanakiri Zirkon Ring

Dichte

Auch anhand der relativen Dichte kann unterschieden werden, Diamanten und Zirkone sind leichter als Zirkonia. Eingefasst in Schmuck ist dies allerdings ebenfalls zu ermitteln.

Einschlüsse

Auch gern als “Echtheitszertifikat der Natur” bezeichnet, sind sie bei echten Edelsteinen völlig normal. Um der Natur möglichst nahe zu kommen, werden Zirkonia-Kristalle sogar mit diesen kleinen Fehlern produziert wie oben erklärt.

Armreif mit Diamanten und Schmuck aus Gelbgold und Weißgold mit Diamanten

Welcher Stein ist wertvoller – Zirkonia, Swarovski-Kristalle oder Zirkon?

  1. Diamanten und Zirkone haben Einschlüsse als „Echtheitszertifikat der Natur“. Doch auch Zirkonia-Kristalle werden mit diesen kleinen Fehlern der Natur produziert. Wegen dieser Merkmale ist es Experten nur möglich, gute Zirkonia-Steine nach geeigneten Messungen und nicht nach einer Sichtprüfung von Diamanten zu unterscheiden.
  1. Der Brechungsindex des Diamanten ist mit 2,4 am höchsten und hat damit die höchste Dispersion. Zum Vergleich: Zirkon: 2,0, Zirkonia: 2,2. Swarovski-Kristalle weisen einen geringeren Brechungsindex als Swarovski-Zirkone auf.
  1. Diamant und Zirkon sind als echte Edelsteine sehr teuer. Obwohl Swarovski-Kristalle aus Glas hergestellt werden, sind sie aufgrund des Markennamens teuer. Allerdings sind diese Kristalle viel billiger als Diamanten, was sie für die breite Öffentlichkeit erschwinglicher macht. Zirkonia in dem Reigen der billigste Stein.
  1. Zirkon sieht dem Diamanten täuschend ähnlich und es sind beides echte Edelsteine. Zirkonia und Swarovski-Kristalle sind synthetisch hergestellte Edelstein-Imitate.
  1. Die Härte eines Diamanten beträgt 10 auf der Mohsschen Härteskala und damit das Maximum. Zum Vergleich: Zirkon: 7,5, Zirkonia: 8,5 und Swarovski 8,5.
  1. “Echt” oder “künstlich”? zu unterscheiden ist oft schwer. Wichtig: echte Edelsteine nur mit Zertifikat kaufen. Denn Zirkonia kostet nur einen Bruchteil eines gleichschweren Diamanten.

Was unterscheidet Zirkonia von Swarovski Kristallen?

Es ist selbst für Experten schwer möglich, wenn der Stein schon gefasst wurde. Doch es stellt selbst für erfahrene Gemmologen und Gutachter eine Herausforderung dar, den Stein von einem Diamanten zu unterscheiden, da er eine sehr hohe Härte aufweist. Bei diesem Test könnte er andere Juwelen wie Smaragd, Opal oder Topas zerkratzen.

Der Unterschied zwischen einem Swarovski-Kristall und einem Zirkonia ist es auch für Laien mit dem bloßen Auge zu erkennen, wie sich der Lüster und das Funkeln deutlich unterscheiden. Es gilt: je geringer der Brechungsindex, desto geringer das Leuchten der Steine. Zudem könnte der Swarovski-Stein auch von jedem anderen Edelstein zerkratzt werden, da er eine geringe Härte aufweist.

Viele Schmuckkenner wissen, dass die Herstellung eines funkelnden Zirkonia sehr teuer und aufwendig ist und sehen den hohen Preis für den synthetischen Stein gerechtfertigt.

Wie wird Zirkonia überhaupt hergestellt?

Derzeit ist die primäre Methode zur Synthese von kubischem Zirkoniumdioxid, die von den Herstellern verwendet wird, nach wie vor die Schmelzmethode. 1997 hat Josep F. Wenckus sie patentieren lassen. Dies liegt vor allem daran, dass mit diesem Verfahren Temperaturen von über 3000 Grad erreicht werden können, kein Kontakt zwischen Tiegel und Material besteht. Nachteil dieser Methode: die Größe der erzeugten Kristalle kann nicht vorhergesagt werden. Außerdem kann der Kristallisationsprozess nicht durch Temperaturänderungen gesteuert werden.

Die bei diesem Verfahren verwendete Apparatur besteht aus einem becherförmigen Tiegel, der von hochfrequenzaktivierten Kupferspulen und einem Wasserkühlsystem umgeben ist.

Zirkoniumdioxid wird mit einem Stabilisator (normalerweise 10 % Yttriumoxid) gemischt und anschließend in einen kalten Schmelztiegel gegeben. Metallische Späne, entweder aus Zirkonium oder dem Stabilisator, werden in die Pulvermischung in einer kompakten Stapelweise eingebracht. Der HF-Generator wird eingeschaltet und die metallischen Späne beginnen sich schnell zu erhitzen und oxidieren leicht Zirkoniumoxid. Infolgedessen erwärmt sich das umgebende Pulver durch Wärmeleitung und beginnt zu schmelzen, das wiederum elektrisch leitend wird und sich somit auch über den HF-Generator zu erwärmen beginnt. Dies setzt sich fort, bis das gesamte Produkt geschmolzen ist. Durch das Kühlsystem, das den Tiegel umgibt, bildet sich eine dünne Schale aus festen Material. Dadurch bleibt das geschmolzene Zirkoniumdioxid in seinem eigenen Pulver eingeschlossen, was es vor Verunreinigungen aus dem Tiegel schützt und den Wärmeverlust reduziert. Die Schmelze wird für einige Stunden bei hohen Temperaturen belassen, um die Homogenität zu gewährleisten und sicherzustellen, dass alle Verunreinigungen verdampft sind. Schließlich wird der gesamte Tiegel langsam von den HF-Spulen entfernt, um die Erwärmung zu reduzieren und ihn langsam abkühlen zu lassen.

Die Geschwindigkeit, mit welche der Tiegel von den HF-Spulen entfernt wird, wird in Abhängigkeit von der Stabilität der Kristallisation gewählt, die durch das Phasenübergangsdiagramm vorgegeben ist. Dadurch wird der Kristallisationsprozess ausgelöst und es bilden sich Kristalle. Sobald der Tiegel vollständig auf Raumtemperatur abgekühlt ist, ist die Kristallstruktur von Zirkonia bestehend aus länglich-kristallinen Blöcken entstanden.

Fazit

Es ist also nicht so ganz einfach “echt” von “künstlich erzeugt” zu unterscheiden. Daher ist es immer wichtig, echte Edelsteine nur mit Zertifikat und von vertrauenswürdigen Händlern zu erwerben, sonst kann die Enttäuschung groß sein, denn künstlich erzeugter Zirkonia kostet zudem nur einen Bruchteil eines gleichschweren Diamanten.

Wenn Sie sich für Zirkonia entscheiden, beachten Sie immer, bei welchen Gelegenheiten der Schmuck später getragen wird. Sehen Sie sich bei schmuck.de nach den passenden Schmuck mit Zirkonia um.

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